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Die Katastrophe von Tschernobyl

Am 26. April 1986 geschieht in einem ukrainischen Atomkraftwerk in Tschernobyl das angeblich im Restrisiko verborgene Unmögliche: der GAU.

Durch mehrere Bedienungsfehler gerät der Reaktorblock 4 außer Kontrolle, der Reaktor brennt durch, es kommt zu einer Explosion, das Kernkraftwerk geht in Flammen auf. Riesige Mengen Radioaktivität werden freigesetzt.

Zunächst soll der Unfall vertuscht werden. Die Bewohner der Umgebung ahnen nichts von der Gefahr. Manche sonnen sich unbekümmert am nächsten Tag vor ihrem Haus, beobachten neugierig den Reaktorbrand. Erst 36 Stunden nach dem Unfall beginnen die Behörden rund 200 Dörfer in der Umgebung des Reaktors zu evakuieren.

Als am 28.April in Skandinavien drastisch erhöhte Radioaktivitätswerte gemessen werden, muß Moskau den Unfall vor der internationalen Presse eingestehen. Die radioaktive Wolke hat mittlerweile große Teile Nord- und Mitteleuropas verseucht. Die Bürger der UdSSR erfahren erst am 14. Mai, fast drei Wochen nach dem Unfall, in einer Fernsehansprache Gorbatschows, daß es in ihrem Land einen Unfall gegeben hat.

Am 30. April waschen schwere Gewitter in Bayern und Österreich die radioaktiven Partikel aus der Luft. Am 2. Mai warnt die Bundesregierung erstmals vor dem Verzehr von Frischmilch und Blattgemüse. Einen Tag später erläßt sie ein Verkaufsverbot für Milch, die bestimmte Grenzwerte überschreitet.

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