Kindheit

Die Verbesserung der Situation von ostdeutschen Frauen unter Trockenhauben in den 80er Jahren

Von Gilbert Dietrich

Um 1984 lernten wir in den vierten Klassen der zehnklassigen allgemeinbildenden polytechnischen Oberschulen der DDR für den Frieden. Bewaffnet waren wir fast immer. Unsere Waffen waren vor allem Stöcke, Handfeuerwaffen oder Lockenwickler mit Luftballons hinten dran. Aus den Lockenwicklern konnte man mit Erbsen schießen. Für den Getroffenen war das in aller Regel schmerzhaft aber ungefährlich. Nur wenn es mal ins Auge ging, war es schmerzhaft und gefährlich. Die Munition ging uns nie aus. Denn wenn es in der DDR etwas unbegrenzt gab, dann hartgeschrumpelte, blasse Erbsen. Die Vorstellung der Essbarkeit dieser Dinger wäre so bizarr gewesen, dass wir sie nicht entwickeln konnten. Hätten wir von der Essbarkeit unserer Munition gewusst, so hätten wir sie nur schlechten Gewissens als solche eingesetzt, weil wir für die Nöte und Kriege in Afrika durch Pioniernachmittage ausreichend sensibilisiert worden waren. Lehrer, Abschnittsbevollmächtigter, Eltern, stellvertretender Abschnittsbevollmächtigter und alle anderen Erziehungsberechtigten, im Grunde also alle Erwachsenen, sahen es nicht nur ungern, dass wir uns, trotz Hunger und Krieg in der Welt, mit Nahrungsmitteln abknallten, sie versuchten es auch zu verhindern.

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