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Tod Stalins

Kurzer Lebenslauf

Als am 4. März 1953 der Tod Stalins bekanntgegeben wird, hält die Welt den Atem an. Ein Mythos war tot. Für fast drei Jahrzehnte hat Stalin die Sowjetunion mit stählerner Hand regiert. Millionen Menschen sind seiner Politik zum Opfer gefallen.

Der Georgier Josef Wissarionowitsch Dschugaschwili wurde am 21. Dezember 1879 geboren. 1903 schloss er sich Lenin an, nach dessen Tod er durch Ausschaltung seiner Gegner zum Alleinherrscher wurde.

Stalin hatte große Ziele. Rücksichtslos verwandelte er die Sowjetunion innerhalb weniger Jahre in einen modernen Industriestaat. Der Kollektivierung der Landwirtschaft fielen dabei 11 Millionen Menschen zum Opfer. Bei der “Großen Säuberung” in den Jahren 1936 bis 1939 wurden über 8 Millionen Menschen verhaftet, die Straflager Sibiriens füllten sich bis 1942 mit über 12 Millionen Menschen. In monströsen Schauprozessen rechnete Stalin mit seinen Gegnern in Partei und Armee ab.

Außenpolitisch kannte Stalin ebenfalls nur ein Ziel: die Ausdehnung seiner Macht. Über Polen hinweg reichte er Hitler die Hand zum berüchtigten Hitler-Stalin-Pakt, mit dem die beiden Diktatoren Polen unter sich aufteilten.

Als am 22.6.1941 Hitler die Sowjetunion überfiel, proklamierte Stalin den “Großen Vaterländischen Krieg”. Sein Sieg über Nazideutschland, der mit endlosen Menschenopfern erkauft werden musste, sicherte der Sowjetunion die Weltmachtstellung. Als eine der vier Siegermächte des Zweiten Weltkriegs konnte sie die Nachkriegsordnung mitbestimmen und ihre Einflusssphäre bis an die Elbe ausdehnen.

Der Personenkult um Stalin nahm hysterische Züge an. Stalin wurde bewundert, gefürchtet und gehasst. Seine Spur in der Geschichte ist mit Blut gezeichnet, dem Blut von vielleicht über 20 Millionen Menschen, die in den Gulags Sibiriens oder in den Folterkellern der Geheimpolizei ermordet wurden.

Eine letzte stalinistische Säuberungswelle wurde durch den Tod des Diktators gestoppt. Sie richtete sich gegen ein angebliches Komplott jüdischer Kremlärzte und trug deutlich antisemitische Züge.

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